CON:FUSION Workshop

Berlin, 17. Oktober 2025

CON:FUSION 01

BACK TO OFFICE?

Woher kommt der Bedeutungsverlust des Raums "Büro" –
und wie machen wir aus Büros wieder Lieblingsorte für unsere Teams?

Workshop Büro

WORKSHOP No.1

BACK TO OFFICE:

WIE KÖNNEN WIR UNSERE BÜROS WIEDER BELEBEN?

Der erste Workshop @Merantix AI Campus

FUSION

DAS PROBLEM

Das Büro war einmal das Herz des Unternehmens – heute schlägt es leise. Leere Schreibtische, stille Flure, Zoom-Meetings statt Kaffeeküche:

Der Ort, an dem früher Ideen geboren wurden, wirkt heute oft wie ein Museum der alten Arbeitswelt.

Das reduziert die Leistungsfähigkeit ganzer Unternehmen:

Neue Mitarbeitende finden nur schwer Zugang zum Team, Wissen geht verloren, die Bindung an die Unternehmen schwindet, Team-Geist erodiert, Leistung nimmt ab, Kreativität, Kommunikation, Innovation erodieren.

Der Grund: Das Büro hat seine Funktion als Identifikations-Ort verloren.

Die physischen Unternehmensstandorte und Ihre Gestaltung wirken dabei als stiller Verstärker - im Positiven wie im Negativen.

Die Frage

Warum hat das Büro seine Funktion als Identifikations-Ort verloren?

Liegt es an der Technologie, an der Kultur – oder an uns selbst?

Beim ersten CON:FUSION-Workshop haben wir genau das erforscht: Woher kommt der Bedeutungsverlust des Büros – und wie können wir ihn umkehren?

Gibt es einfache, schnell anwendbare Lösungen?

Leeres Büro

Der Schwarm

40 Profis aus allen Bereichen

Über 40 führende Köpfe aus Architektur, HR, Technologie, Unternehmenskultur, Immobilienwirtschaft und Leadership kamen im Merantix AI Campus in Berlin zusammen.

Keine Konferenz, kein Vortrag – sondern Austausch und ehrliche, tiefe Gespräche. Erfahren, praxisnah: vom CEO bis zur Designerin, vom Zukunftsforscher bis zur Office-Managerin – alle mit einem Ziel: herauszufinden, wie Büros wieder zu Lieblingsorten werden.

Workshop Teilnehmer

Die Ergebnisse

9 Erkenntnisse + 12 Lösungswege + 10 praktische Handlungs-Impulse

Das Ergebnis war ein Vormittag voller Energie, ehrlicher Einblicke und überraschend klarer Antworten.

Aus hunderten Ideen, Beobachtungen und Diskussionen entstanden eine Liste mit 9 Erkenntnissen, 12 generelle Lösungswege und 10 Handlungs-Impulse, um Mitarbeitende wieder ins Büro zu holen – sofort umsetzbar, kein Beratungsjargon, sondern Erfahrung aus der echten Welt.

Menschen im Büro

9 Erkenntnisse

Was wir beobachten

Arbeit ist entgrenzt, das Büro überholt.
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Arbeit ist entgrenzt, das Büro überholt.

Cloud, KI und mobile Tools haben den Ort "Büro" funktional überflüssig gemacht. Wer überall arbeiten kann, braucht einen guten Grund, irgendwo hinzugehen.

Gesellschaftlicher Wandel: vom Wir zum Ich.
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Gesellschaftlicher Wandel: vom Wir zum Ich.

Individualisierung, Selbstoptimierung und Vereinsamung lösen frühere Gemeinschaftsformen ab. Das Büro verliert seine Rolle als sozialer Kitt. Auch weil Orte der spontanen Begegnung fehlen.

Führung ohne Haltung.
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Führung ohne Haltung.

Statt Orientierung und Mut dominiert eine diffuse Konsenskultur. Wenn alles "partizipativ" ist, fehlt oft klare Richtung – das Büro spiegelt diese Orientierungslosigkeit wider.

Sinnkrise der Arbeit.
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Sinnkrise der Arbeit.

Viele erleben ihre Tätigkeit als bedeutungslos oder austauschbar ("Bullshitjobs"). Ein sinnleeres Büro kann kein Ort der Identifikation sein.

Verlust von Ritualen und Repräsentanz.
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Verlust von Ritualen und Repräsentanz.

Früher stand das Büro für Status und Zugehörigkeit; heute haben sich Statussymbole geändert, und es gibt keine sozialen Rituale mehr. Diese Entwertung schwächt den symbolischen Wert des Arbeitsplatzes.

Technologie ersetzt Resonanz.
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Technologie ersetzt Resonanz.

Digitale Kommunikation schafft Effizienz, aber keine emotionale Bindung. Je technischer hochwertig das Büro wird, desto weniger menschlich ist es. Räume, die nichts zurückgeben, werden gemieden.

Fehlende Anpassung der Architektur.
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Fehlende Anpassung der Architektur.

Viele Büros sind gebaut für Hierarchie und Kontrolle – nicht für Austausch, Lernen und Kreativität. Das Raumdesign folgt noch alten Logiken.

Alltags- und Mobilitäts-Stress.
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Alltags- und Mobilitäts-Stress.

Überfüllte Straßen, überlasteter ÖPNV, hohe Lebenshaltungskosten – all das senkt die Schwelle, freiwillig ins Büro zu kommen. Und wer kommt, findet keinen spürbaren Mehrwert vor Ort.

Abwärts-Spirale Büro.
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Abwärts-Spirale Büro.

Das Büro konkurriert gegen alternative Arbeitsmöglichkeiten und hat in seiner heutigen Konzeption diesen Wettbewerb schon verloren. Dadurch entsteht eine Abwärts-Spirale: leere Büros verstärken das Narrativ, dass traditionelle "Office-Arbeit" Geschichte ist.

BACK TO OFFICE: COMMUNITY

Wie das Büro wieder Bedeutung gewinnt

Das Büro hat kein Flächen-, sondern ein Relevanzproblem.

Seine Zukunft liegt nicht in Quadratmetern, sondern in Beziehungen, Resonanz und Bedeutung.

Wenn Menschen spüren, dass das Büro ihnen etwas zurückgibt – Sinn, Gemeinschaft, Inspiration – wird es wieder zum Lieblingsort.

#Community Building

12 Lösungswege

Was wir empfehlen

01

Vom Arbeitsplatz zum Lebensraum.

Büros müssen Orte werden, an denen Menschen Energie tanken, Beziehungen erleben und Resonanz spüren. Das bedeutet: weniger Kontrolle, mehr Atmosphäre. Atmosphärische Qualität entsteht durch Materialität, Haptik, Möblierung, etc und nicht durch vermeintlich effiziente Flächenprogramme.

02

Führung sichtbar machen.

Führungskräfte müssen physisch und kulturell präsent sein – spürbar, ansprechbar, vorbildlich. Sie definieren, wie sich "das Büro" anfühlt.

03

Kultur kuratieren – nicht verwalten.

Gemeinschaft entsteht nicht von selbst. Teams brauchen Hosts, Feelgood-Manager oder "Kümmerer", die Begegnung aktiv gestalten.

04

Neue Rituale der Zugehörigkeit.

Gemeinsame Formate – z. B. wöchentliche Lunches, offene Bars, Motto-Days, kleine Feste – schaffen FOMO und Freude statt Pflichtgefühl. Rituale brauchen räumliche Ankerpunkte.

05

Zuhören vor Gestalten.

Bedürfnisse der Mitarbeitenden regelmäßig erfragen und ernst nehmen. Nur wer verstanden wird, kommt freiwillig.

06

Flexible Räume für flexible Menschen.

Architektur sollte wie Software funktionieren: veränderbar, iterativ, lernfähig. Activity-based Working, Rückzugszonen und offene Treffpunkte statt fixierter Möbel.

07

Klare Regeln, gelebte Freiheit.

Eine "Hausordnung Office First" gibt Orientierung, ohne zu bevormunden. Präsenz darf wieder Wert haben – wenn sie mit Sinn verknüpft ist.

08

Identität durch Design.

Das Büro muss die Werte und Kultur des Unternehmens räumlich übersetzen – von der Möblierung über Materialien bis zur Akustik. Räume erzählen Geschichten. Design transportiert Haltung.

09

Gemeinschaft statt Infrastruktur.

Erfolgreiche Büros funktionieren wie Dörfer: mit Dorfplatz, Informationsfluss, Zugehörigkeit und Gastgebern. Das Ziel ist nicht Anwesenheit, sondern Verbindung.

10

Architekten und Bauherren als Kulturstifter.

Die Planung neuer Büros darf nicht mit Flächen beginnen, sondern mit Fragen: Welche Energie soll hier spürbar sein? Welche Begegnungen sollen möglich werden?

11

Nudging statt Zwang.

Wer das richtige Verhalten einfach und attraktiv macht, gewinnt. Wenn das Büro bequemer, schöner und lebendiger ist als das Homeoffice, entsteht Rückkehrkultur von selbst.

12

Zukunft lesen können.

Gebäude müssen als lebende Systeme verstanden werden – lernfähig, veränderbar und anschlussfähig. Zukunft ist kein Risiko, sondern ein Möglichkeitsraum.

DIE 10

Handlungs-Impulse

Präsenz wieder Bedeutung geben
01

Präsenz wieder Bedeutung geben

Präsenz ist kein Kontrollinstrument – sie ist Kulturpflege. Kommuniziere klar, warum physische Begegnung zählt: weil Ideen im Raum entstehen, nicht im Chat. Mach aus Präsenz kein Muss, sondern einen Wert. Führe kleine Rituale ein: z. B. montags ein gemeinsames 15-Minuten-Briefing im Kreis.

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